{"id":579860,"date":"2025-10-25T10:14:36","date_gmt":"2025-10-25T08:14:36","guid":{"rendered":"https:\/\/urban-nation.com\/?p=579860"},"modified":"2025-11-06T15:53:35","modified_gmt":"2025-11-06T14:53:35","slug":"fresh-a-i-r-10-i-am-flux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/urban-nation.com\/de\/2025\/10\/fresh-a-i-r-10-i-am-flux\/","title":{"rendered":"Fresh A.I.R. #10 Abschlussausstellung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-3fbcc4984bfbdc4919b67fe7ee13b7f2\" style=\"color:#d10536\">I AM FLUX: The Freedom of Being and the Possibilities of Becoming<\/h2>\n\n\n\n<p>Am <strong>6. November 2025<\/strong> feiern wir ab <strong>19 Uhr <\/strong>die Er\u00f6ffnung der Fresh A.I.R.-Abschlussausstellung. Gezeigt werden k\u00fcnstlerische Arbeiten unserer 11 Stipendiat*innen des 10. Fresh A.I.R.-Jahrgangs und unseres ersten Tr\u00e4gers des <em>Martha-Cooper-Stipendiums<\/em>. Seit Januar 2025 besch\u00e4ftigen sie sich mit dem diesj\u00e4hrigen Thema \u201eI AM FLUX: The Freedom of Being and the Possibilities of Becoming\u201d. Unsere K\u00fcnstler*innen untersuchen die transformative Natur von Identit\u00e4t und Existenz \u2013 von der Vielfalt der Geschlechter und der Selbstwahrnehmung bis hin zu metaphysischen Reflexionen und der Neudefinition menschlicher Grenzen durch Kunst und Technologie. Mit ihren Werken hinterfragen sie, was es bedeutet, in einer sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Welt zu sein, sich zu verwandeln und sich weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung spiegelt die gro\u00dfe Bandbreite zeitgen\u00f6ssischer Ausdrucksformen wider: Installationen, Skulpturen, Videoarbeiten, Fotografie sowie digitale Medien, XR-Technologien und immersive Formate. Erg\u00e4nzt werden diese durch Malerei, hybride Medien, Performance, Sound Art und interaktive Raumkonzepte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommt vorbei f\u00fcr einen inspirierenden Gedankenaustausch! Wir laden euch herzlich ein, die finalen Projektergebnisse im Rahmen der \u00f6ffentlichen Ausstellung zu erleben!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kuratorin<\/strong>: Janine Arndt, K\u00fcnstlerische Leitung bei <a href=\"https:\/\/urban-nation.com\/de\/artist-in-residence-stipendien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fresh A.I.R.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Er\u00f6ffnung:<\/strong> 06. November 2025, 19 \u2013 22 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellungsort<\/strong>: URBAN NATION Projektraum, B\u00fclowstra\u00dfe 97, 10783 Berlin<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellungslaufzeit:<\/strong> 07. November 2025 \u2013 29. M\u00e4rz 2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6ffnungszeiten:<\/strong><br>Dienstags und mittwochs 11 \u2013 18 Uhr<br>Donnerstags bis sonntags 13 \u2013 20 Uhr<br>Montags geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-color has-link-color wp-elements-a55f801825d47e8e90f5aca9af6aefd0\" style=\"color:#d10536\">ERFAHRT HIER ALLES \u00dcBER DIE PROJEKTE UND KUNSTWERKE:<\/h2>\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5cb8e\" id=\"accordion-block_690cb66e5cb8e\">\n\t\t\t\tEinf\u00fchrung\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5cb8e\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5cb8e\">\n\t\t\t<p>Die K\u00fcnstler*innen des zehnten Fresh A.I.R.-Jahrgangs untersuchen das fragile Gleichgewicht zwischen Existenz und Transformation. <strong>\u00bbI AM FLUX\u00ab<\/strong> ist nicht nur ein Titel \u2013 es ist ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Offenheit. Ein Aufruf, Wandel nicht zu f\u00fcrchten, sondern ihn als sch\u00f6pferische, humane Kraft zu begreifen \u2013 kulturell, technologisch, politisch.<\/p>\n<p>Die Ausstellung l\u00e4dt ein, \u00fcber fest gef\u00fcgte Normen und Kategorien hinauszudenken und erinnert uns daran, dass Freiheit nicht Stillstand bedeutet, sondern Bewegung, \u00d6ffnung und Ver\u00e4nderung. In einer Zeit, in der nationalistische Bewegungen wieder nach klaren Grenzen und starren Identit\u00e4ten rufen, ist dieser Gedanke zutiefst politisch. Er widerspricht der Sehnsucht nach dem Fixen, nach dem Eindeutigen, nach dem \u00bbEntweder-oder\u00ab. Er verteidigt das \u00bbSowohl-als-auch\u00ab, das Mehrdeutige, das Prozesshafte.<\/p>\n<p>Gerade jetzt, da Fragen nach Geschlecht, Herkunft, Zugeh\u00f6rigkeit oder technologischem Fortschritt zu Brennpunkten gesellschaftlicher Auseinandersetzung geworden sind, macht diese Ausstellung deutlich: Freiheit hei\u00dft, sich ver\u00e4ndern zu d\u00fcrfen \u2013 individuell wie kollektiv. In diesem Sinne ist \u00bbI AM FLUX\u00ab ein Statement f\u00fcr Vielstimmigkeit, f\u00fcr das Gemeinsame im Unterschiedlichen, f\u00fcr das Werden als verbindende Erfahrung.<\/p>\n<p>Vielfalt ist daher kein Trend, sondern eine moralische Verpflichtung. Sie fordert uns auf, Chancengleichheit und Fairness zu f\u00f6rdern, Diskriminierung und Vorurteile abzubauen \u2013 und Unterschiede nicht nur zu tolerieren, sondern aktiv zu gestalten. Echtes Engagement f\u00fcr Vielfalt bedeutet, gewohnte Strukturen und Privilegien zu hinterfragen und Ver\u00e4nderung anzunehmen \u2013 nicht als Zumutung, sondern als Ausdruck von Freiheit.<\/p>\n<p>Die 12 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler dieser Ausstellung zeigen, wie vielgestaltig dieses Werden sein kann \u2013 zwischen Aufl\u00f6sung und Neubeginn, zwischen K\u00f6rper und Code, zwischen Empfindung und Analyse.<\/p>\n<p>Die Ausstellung entfaltet sich in drei Resonanzr\u00e4umen des Werdens: Es geht zum Einen um Identit\u00e4t als bewegliches Terrain \u2013 um die vielen Formen, in denen Geschlecht, K\u00f6rper und Selbstverst\u00e4ndnis neu verhandelt werden. Andere pr\u00e4sentieren uns Visionen von Transformation, von K\u00f6rper und Technologie, von k\u00fcnstlicher Intelligenz und kreativer Selbsterschaffung. Sie erforschen, wo Sch\u00f6pfung beginnt \u2013 und wo sie sich vielleicht l\u00e4ngst verselbst\u00e4ndigt hat. Daneben finden sich weitere Arbeiten, die den Blick auf das Innere richten: auf Bewusstsein, Wahrnehmung, Erinnerung und die leisen Schichten von Existenz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Janine Arndt<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5cc15\" id=\"accordion-block_690cb66e5cc15\">\n\t\t\t\tLageplan der Ausstellung\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5cc15\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5cc15\">\n\t\t\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-579930\" src=\"https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-640x326.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-640x326.png 640w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-960x489.png 960w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-768x391.png 768w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-1536x782.png 1536w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-2048x1043.png 2048w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Bildschirmfoto-2025-11-06-um-12.11.46-1440x733.png 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ea91\" id=\"accordion-block_690cb66e5ea91\">\n\t\t\t\tMariana Carranza\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ea91\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ea91\">\n\t\t\t<p><strong>blurring boundaries <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 [mannigfache Wege]<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Werk schafft eine Umgebung, in der Besucher durch das Eintauchen in ein endloses Spiel ihre eigene Erz\u00e4hlung formen.<\/p>\n<p>Ein Kunstwerk, das entdeckt werden will. Grenzen \u00fcberschreitend erzeugen die Besucher neue, imagin\u00e4re und unvorhersehbare Welten \u2013allein dadurch, dass sie in das Werk eintreten. Ihre blo\u00dfe Anwesenheit erschafft Narrative. Wie Alice, die durch den Spiegel tritt, bestimmen ihre Handlungen \u2013oder ihr Innehalten\u2013 die sich entfaltende Geschichte.<\/p>\n<p>Ortsspezifische Installation, Mixed Media: Naturelemente wie \u00c4ste und Bl\u00e4tter; grafische Komponenten und AR-Bilder, die kurze Videos aktivieren.<\/p>\n<p>Die \u201eHauttr\u00e4nen&#8220; der Gastk\u00fcnstlerin Lisa van Bommel verweben eine zarte, emotionale Poesie in den Garten \u2013textile Membranen in verschiedenen Hautt\u00f6nen, die auf Verletzlichkeit und Spuren des K\u00f6rpers anspielen.<\/p>\n<p>Aus diesen kleinen Erz\u00e4hlungen und Impulsen sticken die Besucher ihre eigene Story.<\/p>\n<p>Interaktive Projektion: Eine Full-Body-Interface l\u00e4dt dazu ein, zu beobachten, zu entdecken und dem Faden einer Geschichte zu folgen.<br \/>\nEin Algorithmus zur Bewegungsvorhersage steuert die interaktive Schnittstelle, die die Bilder erzeugt.<\/p>\n<p>Der Betrachter wird zum Akteur, Prozesse der Embodiment werden ausgel\u00f6st, Paradigmen verschieben sich.<\/p>\n<p>Es ist eine Einladung, ein unendliches Spiel zu spielen \u2013in eine Welt ohne feste Konturen einzutauchen, vertraute Paradigmen abzulegen und unbekannte Horizonte zu entdecken..<br \/>\nEs ist eine Einladung, nicht l\u00e4nger bis zur Ersch\u00f6pfung zu konsumieren und nat\u00fcrliche Ressourcen zu vergeuden.<br \/>\nEs ist eine Einladung, koloniale Muster der Vergangenheit und Gegenwart abzulegen, von der Natur zu lernen und im bewussten Verzicht Gl\u00fcck zu entdecken.<\/p>\n<p><em>\u201eB\u00e4ume sind eine Einladung, \u00fcber die Zeit nachzudenken und in ihr zu reisen, so wie es B\u00e4ume tun \u2013 indem sie stillstehen und sich ausstrecken, in die Weite und in die Tiefe.<\/em><em>\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u2014 <\/em><em>Rebecca Solnit<\/em><\/p>\n<p>Die meisten Elemente, die diesen Garten pr\u00e4gen, sind in meinem Alltag verwurzelt:<\/p>\n<p>Frauenmantelbl\u00e4tter, dessen Tee mich begleitet. Schlafmohnkapseln, dessen Samen unerlaubt keimen. Eisenkraut, das frische Luft sucht, und Malven, die wuchern und im Herbst den Bienen Nahrung bieten.<\/p>\n<p>Der Berliner B\u00e4r, die Kaninchen des Karlsbader Parks, die M\u00f6wen des Landwehrkanals, die an meinem Fenster vorbeiziehen, die Schilfpflanzen vom Potsdamer Platz \u2026<\/p>\n<p>Andere Elemente sind einfach recycelt: feiner Kupferdraht aus alten Motoren, Chamotte aus Bauschuttdeponien \u2013und sogar die Texte selbst.<\/p>\n<p>Ich wiederverwende die Worte von Dichtern, die das ausdr\u00fccken, was ich sagen m\u00f6chte -nur sch\u00f6ner, als ich es selbst je k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201c<\/em><em>Mannigfache Wege gehen die Menschen. Wer sie verfolgt und vergleicht, wird wunderliche Figuren entstehen sehn; Figuren, die zu jener gro\u00dfen Chiffernschrift zu geh<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ren scheinen, die man \u00fcberall, auf Fl\u00fcgeln, Eierschalen, in Wolken, im Schnee, in Kristallen und in Steinbildungen, auf gefrierenden Wassern, im Innern und <\/em><em>\u00c4<\/em><em>u\u00dfern der Gebirge, der Pflanzen, der Tiere, der Menschen, in den Lichtern des Himmels, auf ber\u00fchrten und gestrichenen Scheiben von Pech und Glas, in den Feilsp\u00e4nen um den Magnet her, und sonderbaren Konjunkturen des Zufalls, erblickt. In ihnen ahndet man den Schl\u00fcssel dieser Wunderschrift, die Sprachlehre derselben, allein die Ahndung will sich selbst in keine feste Formen f\u00fcgen, und scheint kein h<\/em><em>\u00f6<\/em><em>herer Schl\u00fcssel werden zu wollen. Ein Alkahest scheint \u00fcber die Sinne der Menschen ausgegossen zu sein. Nur augenblicklich scheinen ihre W\u00fcnsche, ihre Gedanken sich zu verdichten. So entstehen ihre Ahndungen, aber nach kurzen Zeiten schwimmt alles wieder, wie vorher, vor ihren Blicken.\u201d<\/em><\/p>\n<p><em>Novalis<\/em><\/p>\n<p><em>Die Lehrlinge zu Sais<\/em><\/p>\n<p><em>1798-1799<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Um die Videos hinter den Bildern zu entdecken, einfach die AR-App auf einem Smartphone installieren. Dazu den QR-Code im Ausstellungsraum scannen oder diesem Link folgen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/marianacarranza.art\/mannigfache-link\/\">https:\/\/marianacarranza.art\/mannigfache-link\/.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Mariana Carranza<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5eb80\" id=\"accordion-block_690cb66e5eb80\">\n\t\t\t\tAgata Mendziuk\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5eb80\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5eb80\">\n\t\t\t<p>Im <strong>More Human<\/strong>-Projekt wird Menschlichkeit im Kontext der Interaktionen zwischen Menschen und k\u00fcnstlicher Intelligenz sowie die gew\u00fcnschte Verantwortung f\u00fcr die Entwicklung dieser Technologie untersucht. Die \u00dcberpr\u00fcfung von und Zusammenarbeit mit kreativer KI erm\u00f6glicht eine Analyse, wie das Technologische den Menschen beeinflusst und wof\u00fcr der Mensch das Technologische nutzt. Das Ergebnis ist ein vielschichtiges Werk, das Forschung, Wissensaustausch und visuelle Kunst vereint. W\u00e4hrend der Studie, die dem k\u00fcnstlerischen Teil des Zyklus vorausging, wurden wichtige zeitgen\u00f6ssische Themen fokussiert. Unterschiede zwischen menschlichem Verst\u00e4ndnis der Welt und maschinellem Lernen, KI als Antwort auf soziale Einsamkeit sowie die milit\u00e4rischen Hintergr\u00fcnde der untersuchten Technologie und ihre Umweltfolgen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Form des Projekts. Die Materialien der Serie \u2013 Aluminium und Stahl \u2013 sind unverzichtbar f\u00fcr den Betrieb von Datenzentren, die physische Repr\u00e4sentation der KI. Die Farbe tr\u00e4gt ebenso symbolische Bedeutung. Die silberne Qualit\u00e4t der Objekte verweist auf Metallelemente, die essenziell f\u00fcr die IT-Infrastruktur sind und oft unter erheblichen Umwelt- und sozialen Kosten abgebaut werden. Jedes Werk adressiert einen anderen Bereich innerhalb des Spektrums dieser Themen und l\u00e4dt zur Reflexion \u00fcber die Vision ein, in der die Grenzen zwischen dem \u201eMenschlichen\u201c und der \u201eMaschine\u201c vollst\u00e4ndig verschwimmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber die ausgestellten Kunstwerke:<\/p>\n<p><strong>First Love<\/strong> (Erste Liebe) operiert auf zwei Bedeutungsebenen. Auf pers\u00f6nlicher Ebene l\u00e4sst das vertrauensvolle Schlie\u00dfen der Augen und die vollst\u00e4ndige Hingabe bei den Betrachtenden ein jugendliches Gef\u00fchl aufkommen. Im weiteren Sinne beinhaltet der Verweis auf das \u201eErste\u201c gr\u00f6\u00dfte Bedeutung und spiegelt die zeitgen\u00f6ssische Faszination f\u00fcr Technologie auf Kosten sozialer Bed\u00fcrfnisse wider. Das Werk verwendet eine \u201aKI-Halluzination\u2018. Diese entsteht in einem Prozess, bei dem ein Algorithmus, der nicht \u00fcber ausreichende Daten verf\u00fcgt, die n\u00e4chstm\u00f6gliche Antwort generiert. Im urspr\u00fcnglichen Bild \u2013 sp\u00e4ter von der K\u00fcnstlerin bearbeitet \u2013 produzierte das generative Modell, auf die Aufforderung hin, einen Mann zu zeigen, der eine Maschine k\u00fcsst, ein auffallend militaristisches Gebilde, mit einem Geflecht aus Kabeln und Haken, das in einem Objekt kulminiert, das sowohl an eine Klemme als auch an eine Waffe erinnert. Die Genauigkeit dieser Metapher ist erstaunlich, bis man sich daran erinnert, dass KI keine abstrakte, brillante Entit\u00e4t ist, sondern vielmehr eine Infrastruktur f\u00fcr Daten, die von Menschen erworben und organisiert wird und die innerhalb einer dominanten, patriarchalen Kultur und eines Systems operiert, das untrennbar mit milit\u00e4rischen Technologien verbunden ist. Das Werk wirkt sowohl als subversiver Kommentar der Mensch-Maschine-Beziehungen als auch als Elegie f\u00fcr soziale Naivit\u00e4t und Faszination f\u00fcr Technologien, die von Menschen gegen Menschen gerichtet sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Extraction<\/strong> (etwa Entnahme, Anzapfen) stellt einen der am h\u00e4ufigsten zitierten Mythen \u00fcber KI infrage, der sie als eine reine, cloud-basierte Technologie darstellt, getrennt von menschlichen und materiellen Infrastrukturen. Die Realit\u00e4t ist das Gegenteil: Maschinelles Lernen erfordert den fortlaufenden Erwerb von Daten, nat\u00fcrlichen Ressourcen und physischer Arbeit. Dar\u00fcber hinaus wirft im Kontext dieser Technologie jeder dieser Bereiche berechtigte ethische Bedenken auf. Das Werk basiert auf einem Kontrast zwischen zartem Stoff \u2013 mit einem Foto einer R\u00fcckenmuskulatur als einer generalisierten, beinahe abstrakten Darstellung \u2013 und der kalten Pr\u00e4zision von Stahlnadeln, die das Exponierte, das Verwundbare, das Menschliche \u201aernten\u2018. Methodische Unterdr\u00fcckung erzeugt stetige Spannung im Namen des technologischen Fortschritts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Daddy<\/strong> (Papi) verk\u00f6rpert eine Fantasie des idealen Begleiters. In Zeiten der Angst vor dem Anderen, speziell dem weiblichen Anderen, wendet sich ein Mann, verloren in st\u00e4ndig neu definierten sozialen Normen, der Technologie zu. Das Ergebnis ist eine Entit\u00e4t, die verf\u00fcgbar, gehorsam und v\u00f6llig ihrem Sch\u00f6pfer ergeben ist. Die Interaktion mit ihr birgt kein Risiko f\u00fcr Konflikte, f\u00fcr Unsicherheit oder f\u00fcr die Aussicht auf Selbstentwicklung. Zwei Wochen vor der Fertigstellung dieses Projekts k\u00fcndigte einer der f\u00fchrenden KI-Anbieter an, im Rahmen einer neuen Unternehmensrichtlinie \u201eBehandle erwachsene Nutzer wie Erwachsene\u201c eine \u201eerotische\u201c Funktion in sein Sprachmodell einzuf\u00fchren. Im Kontext alarmierender Berichte \u00fcber soziale Einsamkeit, die Auswirkungen langanhaltender Interaktion mit KI-Pers\u00f6nlichkeiten auf die psychische Gesundheit und das Fehlen effektiver Altersverifikationsmechanismen ist diese Ank\u00fcndigung schockierend \u2013 und dennoch keine \u00dcberraschung. Verantwortung ist schlie\u00dflich eine Tugend sozial reifer Erwachsener, nicht profitorientierter Unternehmen, f\u00fcr die \u201eErwachsensein\u201c lediglich als strategische L\u00fccke dient.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Agata Mendziuk<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ec26\" id=\"accordion-block_690cb66e5ec26\">\n\t\t\t\tLinda Marwan\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ec26\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ec26\">\n\t\t\t<p><strong>Entity Environment Annihilation<\/strong> entwirft mittels Malerei und Skulptur eine d\u00fcstere Fantasy-Welt, welche der Realit\u00e4t als alternativer \u00f6kologischer Entwurf gegen\u00fcbersteht. In dieser Umgebung wird der Mensch sowohl von der Umwelt als auch den sie bewohnenden Wesen absorbiert. Die Arbeit ist eine sensible Auseinandersetzung zwischen dem K\u00f6rper der K\u00fcnstlerin, einer Suche in der Kulturlandschaft nach romantischer Kontemplation sowie Hybridkreaturen. Diese Monster werden zu einer Metapher f\u00fcr Ver\u00e4nderung und verdeutlichen, wie unheimlich und notwendig sich Transformation anf\u00fchlen kann.<\/p>\n<p>Die Malereien entstanden in einen Prozess aus Fragmentarisierung und anschlie\u00dfender Neuordnung. Diesem liegt das Sammeln und Erstellen von Screenshots aus FromSoftwares Videospiel \u201eBloodborne\u201c, Fotografien von kulturell gepr\u00e4gter Landschaft sowie Formen, in denen sich der menschliche Machtanspruch gegen\u00fcber seiner Umwelt formuliert, zugrunde.<\/p>\n<p>Dieses Material wird in winzige Ausschnitte unterteilt und anschlie\u00dfend in darauf aufbauenden Kompositionen zusammengef\u00fcgt.<\/p>\n<p>So bildet \u201eEbrietas, Tochter des Kosmos\u201c zus\u00e4tzlich zu der neu zusammengesetzten und titelgebenden Kreatur aus Bloodborne die Umrisse von Satellitenaufnahmen einer Poolanlage des mittlerweile geschlossenen Marineland Antibes in Frankreich ab. So wie Ebrietas sich zur\u00fcckgelassen in Bloodbornes Verliesen findet, ergeht es den dort auch nach der Schlie\u00dfung verbleibenden Orcas. In den Umriss eingebettet befindet sich das Abbild eines gepfl\u00fcgten Feldes.<\/p>\n<p>In der Verbindung von Eindr\u00fccken aus einem Videospiel und der Beil\u00e4ufigkeit einer vor\u00fcberziehenden Landschaft zeigt sich diffus und amtosph\u00e4risch die Br\u00fccke zwischen Tr\u00e4umerei und Realit\u00e4t. Ungleich der zu beseelenden romantischen Landschaft steht hierbei nicht das \u00dcberf\u00fchren eigener Seinzust\u00e4nde in das Gesehene, sondern die leibliche Erfahrung als K\u00f6rper in der Situiertheit von Umgebung im Vordergrund.<\/p>\n<p>Die Landschaft wird dabei nicht als Kulisse verstanden, sondern als ein Erfahrungsraum, in dem Identit\u00e4t instabil wird.<\/p>\n<p>Die sich zersetzende und d\u00fcstere Welt von Bloodborne bietet in diesem Zusammenhang keine eskapistische Zuflucht, sondern einen durch den Spielprozess neu erlernten Willen weiterzugehen. Sie schafft ein Gef\u00fchl von Selbstwirksamkeit, das in dem tagt\u00e4glichen Erleben von Krise, algorhitmisch verst\u00e4rkter Polarisierung und emotionalisierenden Bildkulturen oft einer l\u00e4hmenden \u00dcberforderung ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Die Skulpturen erscheinen als Mischwesen aus tierischen und menschlichen K\u00f6rperfragmenten welche dar\u00fcber hinaus \u00dcberreste der Kulturlandschaft und des in ihr verwirklichten menschlichen Machtanspruches gegen\u00fcber der Natur absorbiert haben. So zeigt sich der Kopf des \u201eKnorrigen Abk\u00f6mmlings\u201c als Fra\u00dfgang von Forstinsekten und sein Schwanz tr\u00e4gt Umrisse eines historischen Gartenplanes auf welchem 3D-Scans von Wald und Feld abgebildet sind. Der menschliche K\u00f6rper wird in Form von Br\u00fcsten und Brustdr\u00fcse, Unterleib und Haar zu einem formgebenden Element und zur Heimat dieser neu entstehenden Wesen.<\/p>\n<p>Das Monster spiegelt die Angst vor der Ver\u00e4nderung, vor Aufl\u00f6sung und Mutation. Als Symbiose aus Tier, Mensch und Ding verweisen sie auf eine epistemische Krise: Im Bewusstwerden der eigenen Durchl\u00e4ssigkeit und der Aufl\u00f6sung in einem Geflecht wechselseitiger Abh\u00e4ngigkeiten entlarvt sich das autonome Individuum als teilweise Fiktion.<\/p>\n<p>Die Ungeheuerlichkeit liegt in der Mutation des Vertrauten, der Verdr\u00e4ngung des scheinbar Geordneten: Die Herstellung von Identit\u00e4t \u00fcber Differenz, von Form \u00fcber ihr Verschwinden. Die Ausl\u00f6schung subjektiver Begrenzung wird zu der Erweiterung leiblicher Erfahrung &#8211; in der Hybridisierung als Monster und Landschaft. Dies geschieht durch atmosph\u00e4rische Anteilnahme an Umgebung und die Aufl\u00f6sung Ich-bezogener Grenzen durch Verschmelzung.<\/p>\n<p>Das Projekt ist der Versuchsentwurf einer spekulative Zukunft, in der Mensch und Umwelt keine festen Kategorien mehr sind. Es stellt die<\/p>\n<p>Frage: Was bedeutet es, in einer Welt zu existieren, die sich ver\u00e4ndern muss? Und wie gehen wir mit der Angst um, dass wir im Zuge dieser Ver\u00e4nderungen Teile unserer selbst aufl\u00f6sen m\u00fcssen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Linda Marwan<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ecb1\" id=\"accordion-block_690cb66e5ecb1\">\n\t\t\t\tJulla Kroner\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ecb1\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ecb1\">\n\t\t\t<p class=\"Pa0\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif;color: #211d1e\"><strong>My non-ai-digital-companion<\/strong> ist eine Lecture Performance, die das Thema Freundschaft anhand der AIs Grok (Valentine) und Replika untersucht.<\/span><\/p>\n<p class=\"Pa0\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif;color: #211d1e\">Julla Kroner erforscht darin die sogenannte Loneliness Epidemic \u2013 ein Ph\u00e4nomen, das urspr\u00fcnglich in den USA beschrieben wurde, inzwischen aber weite Teile der Welt betrifft. \u00dcber 30 Millionen aktive Nutzer*innen suchen Trost in Freundschaften mit k\u00fcnst\u00adlichen Intelligenzen. In der Lecture arbeitet Julla Kroner mit Grok und Re\u00adplica. Grok ist die konservative KI von Elon Musk, die mit seiner Hentai-Anime-Girlfriend Annie und sp\u00e4ter mit dem romantischen Mix aus Christian Grey und Edward Cullen Valentine neben Text\u00adbased AIs auch Companions anbietet. Replica war die erste AI Freundin, sie existiert bereits seit 2017 und hat eine sehr aktive Community. <\/span><\/p>\n<p class=\"Pa0\"><span style=\"font-size: 11.0pt;font-family: 'Arial',sans-serif;color: #211d1e\">Was k\u00f6nnen wir dagegen tun? Was bedeutet Freundschaft wirk\u00adlich? Und wie l\u00e4sst sie sich retten? Diesen Fragen geht Kroner im Gespr\u00e4ch mit den \u201eGuilty Ones\u201c nach \u2013 auf der Suche nach einem Ausweg aus der kapitalisti\u00adschen Einsamkeitsspirale.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Julla Kroner<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ed2c\" id=\"accordion-block_690cb66e5ed2c\">\n\t\t\t\tLena Becerra\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ed2c\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ed2c\">\n\t\t\t<p>Das Projekt <strong>Weaving black nests under the skin<\/strong> von Lena Becerra ist eine philosophische Erkundung von Zwischenwesen, gliederf\u00fc\u00dferartigen Organismen und deren embryonalen Entwicklungsstufen. Durch die Verschmelzung wissenschaftlicher Analyse und Hybridisierung erforscht Becerra Zwischenzust\u00e4nde des Daseins \u2013 zwischen Entstehung und Verfall.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer Residenz bei Fresh A.I.R. entwickelt, hinterfragt <em>Weaving black nests under the skin<\/em> die Illusion des Getrenntseins und betrachtet die Zyklizit\u00e4t als grundlegende Bedingung des Lebens. In der Natur existiert diese konzeptionelle Vrbindung sowohl in der embryonalen Form von Organismen als auch am anderen Ende des Spektrums in den Verwesungsstadien biologischer Materie.<\/p>\n<p>Die Installation entfaltet sich als ein h\u00e4ngendes Netzwerk von prothetischen Wesen, bestehend aus mundgeblasenem Glas, Stahl, organischen \u00dcberresten, Silikonmembranen, Motoren, F\u00e4den, Kunstharz und pigmentierten Fl\u00fcssigkeiten. Arthropoden- und gef\u00e4\u00dfartige Strukturen entstehen aus diesen organischen Architekturen \u2013 skelettartige Erweiterungen, die mit weichen Membranen und faden\u00e4hnlichen Schaltkreisen verflochten sind und Fl\u00fcssigkeit durch durchsichtige Gef\u00e4\u00dfe transportieren.<\/p>\n<p>Eingekapselte Materiefragmente \u2013 im Kunstharz eingeschlossen oder in Fl\u00fcssigkeit gel\u00f6st \u2013 spiegeln die Vorstellung von Leben innerhalb des Lebens wider, wo \u00dcberreste des Daseins bestehen bleiben und sich durch neue materielle Strukturen regenerieren. Diese hybriden Wesen pulsieren und zirkulieren Materie, verk\u00f6rpern sowohl Verfall als auch Erneuerung. Ihre por\u00f6sen Anatomien rufen eine Choreografie der Transformation hervor, bei der sich die Grenzen zwischen Organismus und Maschine, Materie und Erinnerung aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Durch dieses Projekt reflektiert Becerra \u00fcber die zyklischen Bedingungen des Daseins und schl\u00e4gt vor, dass Wachstum und Verfall keine Gegenpole sind, sondern komplement\u00e4re Kr\u00e4fte innerhalb desselben Kontinuums. Aus diesen \u00dcberlegungen heraus entstehen schwebende prothetische Wesen, die die Grenzen zwischen biologischer Unvermeidbarkeit und spekulativem Potential verschwimmen lassen. Indem sie neue Verwandtschaftsverh\u00e4ltnisse mit dem <em>Oddkin<\/em> imaginiert, versucht Becerra, alternative Weltanschauungen anzuregen \u2013 zumindest f\u00fcr einen Moment \u2013, in denen lineare Erz\u00e4hlungen \u00fcber Leben, Fortschritt und Tod solchen \u00fcber hybride, zyklische Formen des Daseins weichen.<\/p>\n<p><em>Weaving black nests under the skin<\/em> l\u00e4dt die Betrachtenden dazu ein, Leben als einen Prozess der st\u00e4ndigen Mitbeteiligung zu betrachten, bei dem sich Materie endlos in neue Formen des Seins webt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Lena Becerra<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5edb6\" id=\"accordion-block_690cb66e5edb6\">\n\t\t\t\tDylan Mitro\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5edb6\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5edb6\">\n\t\t\t<p><strong>Inherited Thread<\/strong> (w\u00f6rtlich: Vererbte F\u00e4den, Anm. d. Red.) von Dylan Mitro ist ein interdisziplin\u00e4res Projekt, das Bruchst\u00fccke der queeren Geschichte Berlins durch Fotografie, Cyanotypie, Textilkunst und Archivforschung neu verwebt. Entwickelt w\u00e4hrend des Fresh A.I.R.-Stipendiums, untersucht das Projekt, wie queere Erz\u00e4hlungen, besonders jene aus den 1980er und 1990er Jahren, \u00fcber Generationen hinweg bewahrt, vererbt und neu imaginiert werden.<\/p>\n<p>Ausgehend von <em>&#8222;Berlin Von Hinten&#8220;<\/em> (1981\u20131997), einer Serie von schwulen Reisef\u00fchrern, die von Bruno Gm\u00fcnder ver\u00f6ffentlicht wurden, rekontextualisiert Mitro diese Materialien innerhalb eines zeitgen\u00f6ssischen queeren Rahmens. Mittels Cyanotypiedruck auf Baumwoll-Faserpapier, einem Sonnenlich-basierten, unvorhersehbaren Entwicklungsprozess, verwandelt Mitro gescannte Seiten, Karten und Anzeigen in greifbare Blaupausen queerer Erinnerung. Die daraus resultierenden Drucke, teils geisterhaft, teils lebhaft, werden von Hand zu einer Flickendecke zusammengen\u00e4ht: eine visuelle und materielle Metapher f\u00fcr das Zusammensetzen fragmentierter LGBTQIA+ Geschichten, die verblasst sind oder vergessen wurden.<\/p>\n<p>Dieses Zusammenspiel zwischen Bild und Textil spiegelt sowohl Zartheit als auch Widerstandskraft wider. Die Unvorhersehbarkeit der Cyanotypie spiegelt die prek\u00e4re Sichtbarkeit queerer Leben wider, w\u00e4hrend die Flickendecke zu einem physischen Akt der F\u00fcrsorge wird; sie heilt, bewahrt und feiert das kollektive Ged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Im Dialog mit dieser materiellen Arbeit entfaltet sich <em>Inherited Thread<\/em> auch in Feldforschung und zeitgen\u00f6ssischer Fotografie. Durch die Kartierung und das Neu-Fotografieren der \u00fcber 200 Veranstaltungsorte, die in &#8222;<em>Berlin Von Hinten<\/em>&#8220; beschrieben sind, zeichnet Dylan Mitro die Entwicklung der queeren R\u00e4ume in Berlin nach. Nur zw\u00f6lf dieser Einrichtungen sind unter ihren urspr\u00fcnglichen Namen noch in Betrieb. Bei Besuchen von Orten wie der Pussy Cat Bar (gegr\u00fcndet 1974) und der Eisenherz Buchhandlung (dem am l\u00e4ngsten laufenden LGBTQIA+ Buchladen Europas) erstellt Mitro Portr\u00e4ts ihrer aktuellen Betreiber und Umgebungen und positioniert sie in einem Kontinuum von Community-Widerstandskraft, Verlust und Erbe.<\/p>\n<p>Die Methodik des Projekts basiert auf Archivarbeit und Kollaborationen. In enger Zusammenarbeit mit dem Archiv des Schwulen Museums digitalisierte und kreditiert Mitro originale Materialien und f\u00fchrte Gespr\u00e4che mit heutigen Besitzer*innen dieser Veranstaltungsorte und Mitgliedern der Community. Das Ergebnis ist ein intergenerationaler Dialog, der diejenigen, die diese R\u00e4ume aufgebaut haben, mit denen verbindet, die sie heute \u201c<em>erben<\/em>\u201d.<\/p>\n<p><em>Inherited Thread<\/em> integriert zudem dokumentarische Elemente vom Dyke-Marsch Berlin, dem Christopher Street Day und dem Queer Pride for Liberation-Marsch, und unterstreicht die fortlaufende Verbindung von Aktivismus und Feierlichkeiten im Rahmen queerer Sichtbarkeit. Diese Momente erinnern uns daran, dass Pride sowohl Protest als auch Gedenken ist, ein Faden, der den historischen Kampf mit dem jetzigen Widerstand verbindet.<\/p>\n<p>Die Ausstellung pr\u00e4sentiert die Cyanotypie-Flickendecke, fotografische Arbeiten, Archivartefakte (darunter Fragmente des abgerissenen Connection Club-Wandgem\u00e4ldes von 1997) und ein K\u00fcnstlerbuch mit Bildern, Karten und erz\u00e4hlten Geschichten. Zusammen bilden diese Elemente ein greifbares Archiv, einen Raum zum Nachdenken dar\u00fcber, was es bedeutet, die kulturellen und emotionalen Verm\u00e4chtnisse derjenigen zu erben, die vor uns da waren.<\/p>\n<p>Letztlich stellt <em>Inherited Thread<\/em> die Frage: <strong>Wie erben wir als n\u00e4chste Generation queerer Individuen unsere Geschichten, nicht nur durch Erinnerung, sondern durch F\u00fcrsorge, Fortf\u00fchrung und Community-Engagement?<\/strong> Es l\u00e4dt die Betrachtenden ein, zu erw\u00e4gen, wie queerer Raum, Erinnerung und Aktivismus \u00fcber die Zeit hinweg zusammengef\u00fcgt werden und wie jede*r von uns dazu beitr\u00e4gt, diese Geschichten lebendig zu halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Dylan Mitro<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ee2b\" id=\"accordion-block_690cb66e5ee2b\">\n\t\t\t\tLena Biresch\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ee2b\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ee2b\">\n\t\t\t<p><strong>LOAD&#8220;BrainDev&#8220;,8,1<\/strong> ist eine Mixed Reality Experience f\u00fcr 2 Spielerinnen, die in 3 Leveln gemeinsam ihre Pers\u00f6nlichkeit weiterentwickeln k\u00f6nnen. Die Anwendung verspricht gleich einer Empathiemaschine, sie zu sozialeren Menschen im Sinne der Bed\u00fcrfnisse unserer diversen Gesellschaft zu machen. Daf\u00fcr werden derzeitig gesicherte Ergebnisse aus der bestehenden Forschung zur Empathief\u00f6rderung von Virtual Reality verwendet. So wird die Erfahrung z. B. ma\u00dfgeblich verst\u00e4rkt, wenn man sie mit einem Gegen\u00fcber, einer Mitspielerin teilt. Weitere Schlagw\u00f6rter in diese Richtung sind Embodiment und davon ausgehend die virtuelle Adaption anderer K\u00f6rper oder die Einnahme von empathief\u00f6rdernden Spielrollen wie die der Superheldin: All diese Erfahrungen steigern wissenschaftlich gesichert nachhaltig das Empathieverm\u00f6gen sowie die Hilfsbereitschaft.<\/p>\n<p><strong>LOAD&#8220;BrainDev&#8220;,8,1<\/strong> stellt diese Findings in einen k\u00fcnstlerischen Kontext und macht sie mit den state-of-the-art Mitteln der XR Technologie in einer dreistufigen Szenencollage zug\u00e4nglich. Die Experience changiert dabei zwischen den verschiedenen Realit\u00e4ten von Augmented und Substitional Reality bis hin zum Eintauchen in die vollst\u00e4ndige Virtual Reality und nutzt sie als Spielfelder zur pers\u00f6nlichen Weiterentwicklung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Lena Biresch<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ee8a\" id=\"accordion-block_690cb66e5ee8a\">\n\t\t\t\tJivan van der Ende\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ee8a\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ee8a\">\n\t\t\t<p>In ihrer k\u00fcnstlerischen Praxis analysiert Jivan van der Ende Symbole von Machtstrukturen und soziale Konstruktionen. Durch deren Zerlegung dekonstruiert sie, was diese implizieren und schafft vielf\u00e4ltige, nuancierte Blickweisen auf das Thema. Ihre eklektische und spielerische Arbeitsweise beruht auf endlosem Collagieren, Sammeln, Dokumentieren und Forschen.<\/p>\n<p>In ihrem Projekt <strong>High Visibility <\/strong>untersucht Jivan van der Ende den Ausdruck von Geschlechtsidentit\u00e4t, die Objektifizierung und die Vermarktung des arbeitenden K\u00f6rpers in einer patriarchalen, kapitalistischen Gesellschaft. Durch Kollaboration, Gender Bending und die Erforschung der sogenannten Camp-\u00c4sthetik diskutiert sie die Art und Weise, wie K\u00f6rper betrachtet werden und die gesellschaftliche Hierarchie von Schutz und Ausbeutung.<\/p>\n<p>In ihrem Projekt erforscht sie die politische Bedeutung von Kleidung, hinterfragt traditionelle Geschlechternormen und flirtet mit einem positiven Verh\u00e4ltnis zu Sexualit\u00e4t. Sie hat das Ph\u00e4nomen des \u201eWorkie\u201c untersucht, eine queere Community, die Warnschutz-Arbeitskleidung sowie deren Tr\u00e4ger*innen fetischisiert.<\/p>\n<p>In ihrer neuesten Publikationsreihe, der \u201eThe High Vis Workie Zine Series\u201c, untersucht sie den informellen und gemeinschaftlichen Charakter des Fanzines und pr\u00e4sentiert ihre k\u00fcnstlerische Forschung zu den Workies. Die Serie beleuchtet die pers\u00f6nliche Handlungsmacht im Streben nach Freiheit von der Geschlechterbinarit\u00e4t und spielt mit der Bedeutung und dem Gewicht von Symbolen f\u00fcr Schutz, Gefahr und Dekoration.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Jivan van der Ende<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5eef4\" id=\"accordion-block_690cb66e5eef4\">\n\t\t\t\tM\u00e1ty\u00e1s T\u00f3th\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5eef4\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5eef4\">\n\t\t\t<p>404<\/p>\n<p>Identit\u00e4t nicht gefunden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<strong>Puppet Reality<\/strong>\u00a0ist mein interdisziplin\u00e4res Projekt in Berlin, das die Auswirkungen algorithmischer Propaganda und die Radikalisierung von Denkweisen in der Gesellschaft untersucht. Meine Arbeitsmedien sind Absraktionen aus Papier, Videoinstallation und Performance.<\/p>\n<p>Als ungarischer K\u00fcnstler trage ich eine komplexe Beziehung zur Identit\u00e4t in mir \u2013 gepr\u00e4gt von politischer Ern\u00fcchterung und der Aush\u00f6hling der Demokratie. Diese erlebte Spannung treibt meine k\u00fcnstlerische Forschung in Berlin an. Angesichts des Anstiegs homophober und transphober Gesetzgebung in Ungarn \u2013 wo sogar die Pride-Parade vor Kurzem verboten wurde \u2013 spiegelt das Projekt die Absurdit\u00e4t und Entmenschlichung wider, die durch autokratische Regime verursacht werden. Durch Experimente mit fragilen, formbaren Papiermaterialien untersucht mein Projekt, wie Wahrnehmung durch Propaganda und algorithmusgesteuerte Falschinformationen geformt wird.<\/p>\n<p>Die Installation vereint Papier und Video und l\u00e4dt dazu ein, in mein manipulatives Narrativ einzutauchen und zu erleben, wie leicht sich Wahrnehmung formen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Aufgrund meines performativen Ausbildungshintergrunds habe ich w\u00e4hrend der Residenz mehrere Performances in Berlin geschaffen, da die Verbindung zur Community f\u00fcr meine Arbeit essenziell ist. Gemeinsam mit der ungarischen B\u00fchnenregisseurin Panni N\u00e9der haben wir \u201eFreiheit Tours\u201c auf \u00f6ffentlichen Demonstartionen in Berlin aufgef\u00fchrt \u2013 mit absurder Komik, um Reflexion zu provozieren und Bewusstsein zu schaffen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: M\u00e1ty\u00e1s T\u00f3th<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5ef53\" id=\"accordion-block_690cb66e5ef53\">\n\t\t\t\tMonika Popiel &amp; Pawe\u0142 \u015awierczek\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5ef53\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5ef53\">\n\t\t\t<p>\u201e<strong>Stimpathy<\/strong>\u00a0ist ein postk\u00fcnstlerisches Community-Projekt, das Stimming als kollektive und relationale Praxis erforscht. Zwischen April und November 2025 organisierten wir einen w\u00f6chentlichen Stimming-Chor-Workshop, bei dem wir gemeinsam mit einer Gruppe neurodivergenter Personen aus Berlin das Potenzial dieser Praxis erkundeten. Dies f\u00fchrte zu der Auff\u00fchrung des St\u00fccks &#8222;<strong>Stimpathy. To Be Free(k) in Connection<\/strong>&#8222;, die am Donnerstag, den <strong>13. November 2025 um 19:00 Uhr im Ballhaus Ost<\/strong> stattfinden wird.<\/p>\n<p><strong>Stimming<\/strong> (stimulierendes Verhalten) bezeichnet sich wiederholende Bewegungen und Ger\u00e4usche, die neurodivergente Menschen einsetzen, um Emotionen und sensorische Prozesse zu regulieren. Trotz des wachsenden Diskurses \u00fcber Neurodiversit\u00e4t wird Stimming selten als bedeutungsvolle somatische, kulturelle oder relationale Praxis angesehen. Oft wird es abgetan, korrigiert oder pathologisiert. Wir m\u00f6chten diese Perspektive ver\u00e4ndern, indem wir uns mit <strong>Neuroqueering<\/strong> besch\u00e4ftigen \u2013 eine Praxis, die von Dr. Nick Walker definiert wird als Widerstand gegen und gleichzeitig das Unterlaufen von neurokognitiven und Geschlechternormen.<\/p>\n<p>Die Praxis des Stimmings hinterfragt sowohl neurokognitive als auch Geschlechternormen und offenbart sehr deutlich deren K\u00fcnstlichkeit. Die Schnittstelle von Geschlecht und Neurodivergenz beeinflusst, wie wir uns in der Stadt bewegen und ihre Infrastrukturen f\u00fcr Arbeit, Freizeit, Geselligkeit, Einkaufen, Lernen, Pendeln usw. nutzen. Durch unser Projekt m\u00f6chten wir das, was normalerweise verborgen ist, <em>\u00fcber<\/em>deutlich machen, um neurodivergente Menschen zu st\u00e4rken und Stimming-Verhalten in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen zu normalisieren. Wir glauben auch, dass Stimming das Potenzial hat, eine eigene Sprache zu sein. In unserer Praxis h\u00f6ren wir dieser Sprache zu, nicht als passive Beobachter, sondern als Choreografen ihrer Grammatik.\u201d<\/p>\n<p>Tauchen Sie tiefer in unsere Forschung ein: <a href=\"https:\/\/stimpathy.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">stimpathy.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sound-Beratung und Komponist*in<\/strong>: Valyen Songbird<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge zum Stimming-Sound<\/strong>: Teilnehmende der Stimpathy Workshops<\/p>\n<p><strong>Beitr\u00e4ge zum Stimming-Video<\/strong>: Adam, C\u00e9lestin, Jenny D\u00f6ll, Jaros\u0142aw Gudowski, Katarzyna Mach, Martyna Masztalerz, Monika Popiel, Valyen Songbird, Pawe\u0142 \u015awierczek, Tesia, Tere Wi\u0119cko, Daniel Z.<\/p>\n<p><strong>Besonderer Dank<\/strong>: Raum f\u00fcr Beteiligung Tempelhof-Sch\u00f6neberg (Berlin), Karada House<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Monika Popiel &amp; Pawe\u0142 \u015awierczek<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\t<div class=\"accordion-element\">\n\t\t<h3>\n\t\t\t<button aria-expanded=\"false\" class=\"accordion-trigger\" aria-controls=\"block_690cb66e5efac\" id=\"accordion-block_690cb66e5efac\">\n\t\t\t\tHugo P\u00e9tigny\t\t\t<\/button>\n\t\t<\/h3>\n\t\t<div class=\"accordion-content\" id=\"block_690cb66e5efac\" role=\"region\" aria-labelledby=\"accordion-block_690cb66e5efac\">\n\t\t\t<p><strong>Solar World<\/strong> ist eine Videoinstallation, deren Wiedergabegeschwindigkeit in Echtzeit von einem Solarpanel moduliert wird.<\/p>\n<p>Das Werk reflektiert die Beziehung zwischen der Kontrolle von Elektrizit\u00e4t und der Kontrolle von Zeit, indem es zwei Arten der Nutzung elektrischer Energie in der Natur gegen\u00fcberstellt:<\/p>\n<ul>\n<li>die des elektrischen Fisches Gnathonemus petersii, der Impulse mit unregelm\u00e4\u00dfigen Rhythmen aussendet,<\/li>\n<li>und die der menschlichen Photovoltaikindustrie, die regelm\u00e4\u00dfige und lineare Rhythmen erzeugt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Video untersucht auch die wirtschaftlichen Kr\u00e4fte, die das Wachstum dieser Branche vorantreiben, sowie die utopische \u201eSolar Punk\u201c-Vision, die diese begleitet. Parallel dazu wird ein kurzes Gedicht \u00fcber Zeit und Energie von einem Mitarbeiter eines Berliner Solarunternehmens rezitiert.<\/p>\n<p>In seiner Gesamtheit hinterfragt das St\u00fcck die Zukunft des Elektrizit\u00e4tssektors und stellt sich die M\u00f6glichkeit einer Harmonie zwischen Technologie und Mensch vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Text: Hugo P\u00e9tigny<\/p>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Special Event: OPEN HOUSE @ Fresh A.I.R.<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ausstellung ist nur ein Teil des vielf\u00e4ltigen Kosmos&#8216; k\u00fcnstlerischer Ausdrucksformen unserer Stipendiat*innen. Eine besondere Gelegenheit, mehr \u00fcber die k\u00fcnstlerischen Ans\u00e4tze zu erfahren, bietet sich beim OPEN HOUSE am <strong>8. November 2025<\/strong>. Hier erhalten Besucher*innen exklusive Einblicke in die Projekte und Arbeitsweisen. In pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit den anwesenden K\u00fcnstler*innen k\u00f6nnen Fragen gestellt und die Geschichten hinter den Kunstwerken entdeckt werden. Kommt am <strong>Samstag <\/strong>von <strong>14 bis 20 Uhr<\/strong> vorbei!<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"960\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-767x960.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-579889 size-full\" srcset=\"https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-767x960.jpeg 767w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-512x640.jpeg 512w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-768x961.jpeg 768w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-1228x1536.jpeg 1228w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0-1151x1440.jpeg 1151w, https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/95A1E552-CBC8-4531-B290-5EB17B27AEF0.jpeg 1586w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Nicht verpassen:<\/strong> Unsere K\u00fcnstler*innen <strong>M\u00e1ty\u00e1s T\u00f3th<\/strong> (unter Mitwirkung der ungarischen B\u00fchnenregisseurin Panni N\u00e9der) und <strong>Julla Kroner<\/strong> zeigen nur an diesem Tag exklusiv vor Publikum ihre Performances <em>&#8222;Freiheit Tours&#8220;<\/em> und <em>&#8222;Das kollektive Orakel&#8220;<\/em> &#8211; einmal <strong>um 17 <\/strong>und um <strong>19 Uhr<\/strong>! Mehr Informationen findet ihr <a href=\"https:\/\/urban-nation.com\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Performance-Teaser_Toth-Kroner.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Foto: T\u00f3th\/Kroner<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Treffpunkt und Beginn der Erkundungstour durch das OPEN HOUSE ist das <strong>URBAN NATION Museum in der B\u00fclowstra\u00dfe 7, 10783 Berlin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>(Hinweis: Da sich die Studios im 2. bis 5. OG befinden und es vor Ort keinen Fahrstuhl gibt, ist das Event leider nicht barrierefrei f\u00fcr Menschen mit eingeschr\u00e4nkter Mobilit\u00e4t.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sonderperformance: Stimpathy @ Ballhaus Ost<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, die Sonderperformance \u2018<strong>Stimpathy \u2013 To Be Free(k) in Connection<\/strong>\u2019 unseres Artist-Duos <strong>Monika Popiel and Pawe\u0142 \u015awierczek<\/strong> anzuk\u00fcndigen! In ihrer Post-Workshop-Performance erkunden sie &#8218;Stimming&#8216; als kollektive und verbindende Praktik. Kommt vorbei und erlebt bzw. beteiligt euch an einer Choreographie, die zusammen mit Menschen der Berliner neurodivergenten Community entwickelt wurde. Exklusiv nur am <strong>13. November <\/strong>um <strong>19 Uhr <\/strong>im <strong>Ballhaus Ost<\/strong>. Weitere Infos und Tickets sind auf der <a href=\"https:\/\/www.ballhausost.de\/stimpathy-to-be-freek-in-connection\/?lang=en&amp;pos=1400\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Webseite <\/a>des Veranstaltungsortes erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I AM FLUX: The Freedom of Being and the Possibilities of Becoming Am 6. November 2025 feiern wir ab 19 Uhr die Er\u00f6ffnung der Fresh A.I.R.-Abschlussausstellung. Gezeigt werden k\u00fcnstlerische Arbeiten unserer 11 Stipendiat*innen des 10. 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