ONE WALL von Katrien Vanderlinden

  • ONE WALL
  • by Nicola Petek

In der vergangenen Woche hat die belgische Streetart-Künstlerin Katrien Vanderlinden im Rahmen der ONE WALL-Reihe von URBAN NATION einen Basketballplatz in Berlin-Spandau in einen ihrer kunstvollen Hypecourts verwandelt. Unterstützung erhielt sie dabei von den Kindern aus der Nachbarschaft, die ihr mit viel Freude und Enthusiasmus halfen das einzigartige Kunstwerk zu gestalten.

Während der Bemalung des Platzes legte Vanderlinden besonderen Wert darauf, dass das Motiv von allen Seiten sichtbar ist. Da der Hof von Hochhäusern gesäumt ist, sollte das Bild aus jedem Blickwinkel gut erkennbar sein. Zudem orientiert sich ihr Entwurf exakt an den genormten Spielfeldmarkierungen eines Basketballfeldes: Zonen und Linien bleiben erhalten, sodass das Feld weiterhin nach FIBA-Standards bespielbar ist.

Die 1980er Jahre als Inspiration

Inspiration für ihre Arbeit findet Vanderlinden in der knalligen Farbwelt der 1980er Jahre. Auch die Präsenz der Linie schließt an die Ästhetik der Ära an. Ihre Bilder tendieren zwar in ihrer Gesamtheit zur Abstraktion, jedoch bedient sich die Künstlerin immer auch konkreter Formen und Elemente, die menschliche Züge haben. Augen, Münder und Ohren in leuchtenden Tönen erlauben es, das Werk mit einem Blick verstehen zu können. Durch ihre großformatigen Interventionen im urbanen Raum gelingt Vanderlinden der Schulterschluss mit zeitgenössischen Kolleg*innen, die ähnlich vorgehen. Besonders schätzt sie etwa die Künstlerinnen Camille Wallala und Alex Proba, deren Praxis sich ebenfalls an die Wandgestaltung und das Textildesign der 1980er anzuschließen scheinen.

Einweihung mit Spielmobil und ALBA Berlin

Als Abschluss der kreativen Woche gab es für die Kinder vor Ort die feierliche Eröffnung des Hypecourts. Mit MitarbeiterInnen von ALBA Berlin konnten direkt ein paar Körbe geworfen und der neue Platz ausprobiert werden. Zudem war das Spielmobil der Gewobag vor Ort und sorgte ebenfalls für vielfältige Unterhaltung.