Neben den bekannten und vielseitig besuchten Fotografie Ausstellungen im C/O Berlin oder dem Museum für Fotografie der Helmut Newton Stiftung, gibt es ab dem 02. Oktober 2020 ein weiteres Highlight für Fans hochwertiger Fotografie.
Im Zuge des European Month of Photography eröffnet im URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART die neue Ausstellung Martha Cooper: Taking Pictures – die weltweit erste Retrospektive des fotografischen Werks Martha Coopers. Die Ausstellung zeichnet mithilfe von Fotografien und persönlichen Gegenständen Coopers Leben nach – angefangen von ihrer ersten Kamera im Jahr 1946 bis hin zu ihrem heutigen Renommee als weltberühmte Fotografin.
Martha Coopers Fotografien ordnen sich in ihrer „snapshot easthetic“ und durch die Wahl der unprätentiösen Motive und Bildobjekte in einer Linie mit anderen Dokumentaristen wie Robert Frank oder Manuel Rivera-Ortiz‘ ein. Ihre poetisch-dokumentarischen Bilder erfassen das Wesen der Sache ohne einzugreifen oder vorzutäuschen.

Neben der Dokumentation der verborgene Subkultur junger Graffiti-Künstler*innen und ihrer illegalen Kunstwerke bilden die ausgiebigen Reisen von Martha Cooper einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Die dabei entstandenen Fotografien aus dem Senegal, Suriname oder den Philippinen waren teilweise von großen Geografie- und Reisezeitschriften wie etwa der GEO Magazin beauftragt. Einem Großteil der dabei entstandenen Momentaufnahmen würde die Bezeichnung „Auftragsarbeit“ jedoch keinesfalls gerecht werden. Vielmehr kommt auch hier wieder Martha Coopers Drang nach Recherche, Aufzeichnen und Bewahren zur Geltung. Die aus diesen Reisen resultierende Werkgruppe umspannt einen Zeitraum von den 1980er Jahren bis heute. Die Bilder gewähren einen respektvollen Einblick in den Alltag der portraitierten Menschen, aber verweisen auch auf persönliche Erlebnisse und Erinnerungen, die das Leben der Fotografin geprägt haben.
Weitere Informationen zur Fotografin, zur Ausstellung und zu den Öffnungszeiten.
Wir freuen uns auf ihren Besuch!