ONE WALL von Emily Eldridge

Berlin wurde in den vergangenen Tagen wieder ein wenig bunter: Die in Berlin lebende amerikanische Künstlerin Emily Eldridge kreierte eine neue ONE WALL und bereichert die Nachbarschaft rund um den Kastanienplatz in Kreuzberg mit viel Farbe und einem Motiv, das ans Herz geht und Mut macht.

Die Woche, in der Emily Eldridge an dem großflächigen Wandbild arbeitete, war turbulent. Die Corona-Pandemie beherrscht die Schlagzeilen und die Gemüter aller. Es gibt viele Beschränkungen und Leitlinien, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß. Dennoch entschied sich Emily dafür, die Arbeit auch unter diesen Umständen zu realisieren und das URBAN NATION-Team setzte alles daran, sichere Bedingungen für die Künstlerin zu schaffen und ein Projekt zu verwirklichen, dessen Aussage und Strahlkraft so wichtig ist dieser Tage: die engen Verbindungen in einer kulturell diversen Nachbarschaft, Solidarität und Freundschaft.

„The Thread That Ties Us Together“
(„Der rote Faden, der uns zusammenhält“)

„In der Kreuzberger Nachbarschaft kann es aufgrund unterschiedlicher Hintergründe und Kulturen manchmal so aussehen, als wären die Unterschiede zwischen uns größer als die Gemeinsamkeiten. Was verbindet uns also? Als nicht gebürtige Berlinerin zog ich meine Inspiration für das Projekt aus meinen eigenen Erfahrungen. Wie kann ich zu einer Stadt beitragen, die für mich noch neu und kulturell so anders ist, als ich es bisher kennengelernt hab? Als ich über dieses Wandbild nachdachte, wurde mir klar, dass wir alle Berlin sind und zu Berlin gehören. Stadt, Nachbarschaft und Zuhause halten uns hier zusammen. Wir mögen alle von vielen Orten auf der Welt kommen, aber wir alle, die wir hier leben, machen die Stadt zu dem, was sie ist. Das verbindet uns miteinander und ist etwas, das wir feiern sollten.“
Emily Eldridge

Die Arbeiten von Eldridge umfassen unterschiedlichste Medien, von Wandgemälden über Street Art bis hin zu redaktionellen Illustrationen, Grafikdesign und vielem mehr. Inspiriert von Mode, Popkultur und Alltag kreiert sie auffällige und visuell mutige Bilder mit witzigen und humoristischen Elementen. Ihre Arbeiten springen ins Auge und gehen ins Herz. Die acht Protagonisten des neuen Wandbilds von Eldridge können unterschiedlicher kaum sein. So vielfältig wie die Stadt, in der sie leben, verbindet sie trotz alle Unterschiede ein roter Faden; eine enge, Einheit bildende Verknüpfung: Sie alle haben ein gemeinsames Zuhause. Eine Wahlheimat oder Heimatstadt, die sie kulturell und sozial prägt. Ein Ort, wo sie Freunde und Familie haben. Ein Platz, wo alle auf ihre ganz individuelle Art und Weise leben.

„Ich bin sehr froh, dass wir Emily Eldridge für dieses Projekt gewinnen konnte. Ihre Arbeiten sind auf der ganzen Welt zu sehen und befassen sich dennoch immer mit der jeweiligen Umgebung. Emily hat ein ganz besonderes Gespür für Menschen und deren Lebensumfeld. Gleichzeitig stellt sie in ihren Arbeiten immer wieder starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt und schafft damit großartige Rolemodels. Ihre Figuren brechen mit den klassischen Zuschreibungen zwischen den Geschlechtern. Ihre verspielten und coolen Charaktere zeigen im Gegenteil ein zeitgenössisches Frauenbild und wirken wie die Vorboten einer zukünftigen Gesellschaft, in der gleiche Rechte ein gesellschaftlicher Konsens geworden sind. Weiterhin war es für uns wichtig, gemeinsam mit der Künstlerin ein Wandbild umzusetzen, das inhaltlich den Charakter der Nachbarschaft widerspiegelt, die von Diversität geprägt ist. Die neue ONE WALL spiegelt genau das wieder. Ich bin sehr froh über das Ergebnis.“
Jan Sauerwald, Leiter des URBAN NATION Museums

Die neue ONE WALL von Emily Eldridge befindet sich in der Wassertorstraße 63/64, Berlin-Kreuzberg.
Kuratiert wurde die ONE WALL von Jan Sauerwald, Direktor des URBAN NATION Museums.

Fotos: Nika Kramer

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Beteiligte Künstler